Lustige Bilder von Greser und Lenz – das Private ist politisch
Achim Greser und Heribert Lenz gehören zu den bekanntesten deutschen Karikaturisten. 2004 erhielten sie den deutschen Karikaturenpreis und beliefern mit ihren Werken regelmäßig den Stern und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Beide Karikaturisten stammen aus Franken: Greser wurde 1961 in Lohr geboren, Lenz 1958 in Schweinfurt. Kennengelernt haben sie sich bei ihrem gemeinsamen Grafikstudium in Würzburg. Seitdem praktiziert das “Traumduo der Witzezeichnerei” (Mainecho) eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit. Zunächst heuerten sie ab 1986 in der Redaktion des Satiremagazins Titanic an und zeichneten dort Comicserien wie “Genschman” oder “die roten Strolche”. Danach wechselten sie von dem Sponti-Blatt zur konservativen FAZ. Dort fühlen sie sich bis heute wohl. Der seriöse Hintergrund verschafft ihnen einen schillernderen Auftritt, sagt Achim Greser dazu im FOCUS und “schließlich will auch der Erzbischof mal lachen”.
Ihr gemeinsames Atelier befindet sich in Aschaffenburg. Interessanterweise zeichnen und texten sowohl Greser als auch Lenz, es gibt keine fixe Arbeitsteilung. Selbst enge Freunde können oft nicht sagen, wer bei einer bestimmten Karikatur welchen Part übernommen hat.
Ihr Stil hat wenig zu tun mit der politischen Karikatur der alten Bundesrepublik: Da sind keine Sparschweine, die für die Haushaltslage herhalten müssen, nirgendwo ein Karren mit der Aufschrift “Deutschland”, der im Dreck stecken würde.” Bemerkt Julia Schaaf von der FAZ. Greser und Lenz erzählen stattdessen Geschichten. “Sie erweitern, verdrehen und verknüpfen die großen Themen der Gegenwart und verpflanzen sie von der Sphäre der Politik in den Alltag”. So wird zum Beispiel die Sorge um die deutsche Binnennachfrage dargestellt, indem der Schalterbeamte den Bankräuber anfleht: “Bitte verkonsumieren Sie das Geld, legen Sie es bloß nicht auf die hohe Kante!”
Lustige Bilder
Zum Schluss noch einige lustige Bilder:

