Jörg Kachelmann vom Strahlemann zum Buhmann
Wer kennt ihn nicht, den ewig lachenden und stets freundlichen Wetterfrosch Jörg Kachelmann aus dem Ersten. Der Meteorologe interessierte sich bereits in jüngster Kindheit für die Geschehnisse am Himmel. Entgegen vielen Meinungen studierte er zunächst Geografie, Physik und Mathematik, was er allerdings nie zum Abschluss brachte. Er wechselte dann zunächst als freiwilliger Helfer zum Boulevardblatt “Sonntagsblick” und arbeitete beim lokalen Radiosender “Radio Munot”.
Mit unermüdlichem Einsatz versorgte er unaufgefordert den Südwestfunk mit Wettervorhersagen, bis diese dann letztendlich angenommen wurden. Er gründete 1991 die “Meteomedia AG” und erstellte selbstständig die Wettervorhersagen. Nachdem Kachelmann einige Jahre in der ARD das Wetter präsentierte, diese aber nicht auf die Daten seiner Gesellschaft zurückgriffen, sollte sich dieser Umstand 2001 ändern. Nach einer folgenschweren Fehlmeldung entschloss man sich, zukünftig auch auf die Daten des Kachelmanschens Wetterdienstes zurückzugreifen.
Der ewige Strahlemann und beliebte Moderator verlor im Frühjahr 2010 an Glanz. Seine nach außen so perfekte Fassade bröckelte, als in den Medien der Verdacht der Vergewaltigung an seiner Freundin publik wurde. Aus dem Gute-Laune-Mann wurde der Buhmann und die Karriere des Jörg Kachelmann dürfte sich von derartigen Vorwürfen nicht so schnell erholen. Wenn sie das überhaupt jemals wird. Gespannt wird dieser Fall in den Medien verfolgt und egal wie das Urteil ausgehen wird, der fröhliche Wetterfrosch aus der ARD wird wohl nicht mehr über die Wolken am Himmel berichten. Ein solcher Vorwurf lässt sich nicht mehr aus der Welt schaffen und ein fader Beigeschmack wird immer dabei sein, wenn man Kachelmann jemals wieder auf den Bildschirmen in deutschen Wohnzimmern sehen sollte.
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